Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Torhaus Quarnbek
Auch Kühe fühlen sich in der Gemeinde wohl
Kreuzfahrtschiff an der Fähre Landwehr
Blumenwiese
Kanutour auf dem Ringkanal
3 Windkraftanlagen in Quarnbek

Geschichte

Quarnbek - eine Gemeinde stellt sich vor

Als selbständige Kommunalgemeinde gibt es Quarnbek erst seit dem 1. Oktober 1928. Die historischen Wurzeln der Gemeinde reichen aber weit zurück bis in das 13. Jahrhundert. Der Gemeindename ist zusammengesetzt aus den niederdeutschen Worten Quarn/Quern für Mühle und Bek für Bach, bedeutet demnach Mühlbach. Noch heute erinnert die räumliche Struktur der Gemeinde mit ihren relativ weit auseinander liegenden Ortsteilen an ihre Wurzeln als Gutsdistrikt.

Erst 1928 gingen die Befugnisse und Pflichten der unteren Ebene der Selbstverwaltung von den Gutsbesitzern auf gewählte Vertreter der Einwohner der bisherigen Gutsbezirke über. Am 2. Dezember 1928 fanden in Quarnbek mit einer Beteiligung von 87 % die allerersten Kommunalwahlen statt. Am 19. Dezember 1928 tagten die zunächst sieben gewählten Gemeindevertreter zum ersten Mal. Zum Gemeindevorsteher (Bürgermeister heißt es erst seit 1935) wurde der bisherige Guts- und Amtsvorsteher August Vagt gewählt. Seine Nachfolger im Amt des Bürgermeisters waren bisher: Th. Milberg, J. Ploog, J. Matz, U. Milberg, G. Hildebrandt, E. Seemann, W. Möller und K. Langer.

Bis 1932 wurde an dem Vertrag gearbeitet, durch den die öffentlichen Aufgaben und Lasten - wie Unterhaltung von Wegen, Schulen und Feuerwehr - endgültig vom damaligen Gutsbesitzer Theodor Milberg auf die Landgemeinde Quarnbek übergingen. Im selben Jahr wurde die Gemeinde Teil des Kreises Rendsburg, weil der Kreis Bordesholm wegen der staatlichen Finanznot aufgelöst worden war.

Der Gemeindename Quarnbek war damals keineswegs unstrittig. Besonders die selbstbewussten Eigentümer der Stamper Bauernstellen hatten für eine Gemeinde Stampe unter Einbeziehung von Dorotheental und Rajensdorf plädiert, während die Flemhuder erwogen hatten, sich als Landgemeinde Flemhude mit Achterwehr und Umgebung zusammenzutun. Der ehemalige Gutsbezirk Quarnbek aber blieb auf Behördenanordnung ungeteilt, um die Wirtschaftskraft zu erhalten, und auch der geschichtsträchtige Name Quarnbek wurde festgeschrieben.

Die 1928 gerade erst gewonnenen demokratischen Rechte wurden ab 1933 durch die Nationalsozialisten wieder eingeschränkt. Die Neuordnung der politischen Strukturen zur Sicherung der Macht der NSDAP griffen auch in die Rechte der Quarnbeker Gemeindevertreter ein. Statt auf der Basis demokratischer Spielregeln Beschlüsse zu fassen, waren Anordnungen im Sinne der Partei umzusetzen.

Ereignisse und Probleme in der Gemeinde während der Herrschaft der Nationalsozialisten und in der Nachkriegszeit sind von der Arbeitsgemeinschaft Dorfchronik in der Schriftenreihe “Flemhuder Hefte” mehrfach dargestellt worden. Eine der Auswirkungen soll hier aber noch einmal erwähnt werden, nämlich die Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung in Quarnbek. Der Zustrom von Evakuierten und Flüchtlingen und deren Integration waren für die dörflichen Strukturen ein weit tieferer Einschnitt als der frühere Zuzug von Menschen im Zusammenhang mit dem Bau des Nord-Ostsee-Kanals (ab 1887).

Text und Fotos:
Gerlind Lind

Geschichtliches zur Gemeinde Quarnbek

Für Quarnbek ist bis 1928 die lokale Geschichte vor allem Gutsgeschichte.  Bis Anfang des 18. Jahrhunderts gehörte Quarnbek zum Besitz verschiedener Familien des schleswig-holsteinischen Uradels.

Erste urkundliche Spuren finden sich im ältesten Kieler Stadtbuch im Zusammenhang mit Grundstücksgeschäften,  dort eingetragen zwischen 1270 und 1282. Auffällig ist, dass die Namen der heutigen Quarnbeker Ortsteile Stampe und Flemhude noch vor Quarnbek genannt werden.  Vermutet wird, dass der Siedlungsursprung der Gemeinde im Bereich Stampe gelegen hat. Im Zuge des mittelalterlichen Landesausbaus wurde wahrscheinlich vom Landesherrn dem für die Rodung des dichten Waldes und  die Dorfgründung in unserem Gebiet Verantwortlichen ein Stück Land als Lehen überlassen. Solcher Besitz wurde oftmals durch eine sogenannte Motte gesichert, eine Wehranlage mit Gräben und Palisaden, in deren Zentrum auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel ein Wohngebäude oder ein hölzerner Wohnturm errichtet wurde.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde in Quarnbek unter dem damaligen Besitzer aus der Adelsfamilie Rantzau eine Wasserburg errichtet. 1983 wurde eine Teilgrabung nach Mauerresten dieses Herrenhauses erfolgreich durchgeführt. Die Quarnbeker Burg wurde Ende des 16. Jahrhunderts auch auf der Stammtafel der Rantzaus als eines der 50 kleinen Randleistenbilder dargestellt.

Ritterliche Gutswirtschaft

Seit dem 16. Jahrhundert nahm der Einfluss der schleswig-holsteinischen Ritterschaft durch Festschreibung weitreichender Privilegien stetig zu. Eng verknüpft ist damit die Herausbildung der Leibeigenschaft auf den adligen Gütern. Auch die Quarnbeker Gutsuntergehörigen, d.h. die dem Gutsherrn Untergebenen, wurden zu umfangreichen Hand- und Spanndiensten für das Gut verpflichtet, durften den Gutsbereich nicht verlassen und brauchten für die Heirat die Einwilligung des Gutsherrn. Als Gegenleistung für die Arbeitspflichten und die Einschränkung der persönlichen Freiheit hatte der Gutsherr seine Gutsuntergehörigen im Alter und in Notlagen zu versorgen.

Durch die wachsende räumliche Ausdehnung der Güter zum Zwecke der Ertragssteigerung wurde die Bewirtschaftung der Ländereien immer arbeitsintensiver. Deshalb wurden vielerorts zusätzlich von Verwaltern bewirtschaftete Meierhöfe errichtet. Um 1670/80 gründete der damalige Quarnbeker Gutsherr Hans Henrich v. Kielmansegg die Meierhöfe Mettenhof und Dorotheental, auf denen ebenfalls Gutsuntergehörige arbeiteten. Die zunehmende Bedeutung der Milchviehhaltung führte außerdem zur Aufnahme von Glaubensflüchtlingen aus Holland als Experten der Milchwirtschaft, wie die Flemhuder Kirchenbücher belegen.

Zwischen 1667 und 1673 ließ Hans Henrich v. Kielmansegg den beeindruckenden Mittelbau  des Quarnbeker Torhauses erbauen, das unter Denkmalschutz steht. Damit wurde nach Expertenmeinung erstmals in Schleswig-Holstein ein Torhaus auf einer Achse mit dem Herrenhaus, der damaligen Wasserburg, und in räumlicher Zuordnung zum Wirtschaftshof  positioniert. Diese repräsentative barocke Anordnung ist heutzutage nicht mehr vorhanden, denn seit Ende des 18. Jahrhunderts gibt es die Wasserburg Quarnbek aus der Rantzau-Zeit nicht mehr.

Bedeutende Spuren hat Hans Henrich v. Kielmansegg auch als Kirchenpatron hinterlassen. Er stiftete für die Flemhuder Kirche den prächtigen barocken Altar, aufgestellt 1685, eines der bedeutendsten Werke von Theodor Allers.

Seit Anfang des 18. Jahrhunderts gehörte Quarnbek zum Adeligen Kieler Güterdistrikt, gebildet aus 34 adligen Gütern beiderseits der Kieler Förde. Der prägende Quarnbeker Gutsbesitzer dieser Zeit war Jean Henri Desmercières, im Lande bekannt vor allem durch seine Deichbaumaßnahmen an der Westküste Schleswig-Holsteins. Ihm verdankt die Flemhuder Kirche u. a. das markante Türmchen. 1755 hatte er entsprechend staatlicher Vorgaben am Ortsrand von Stampe eine Schulkate errichten lassen, eines der wenigen noch heute vorhandenen ortsgeschichtlich bedeutsamen Häuser. Für die Kinder aus Strohbrück, Rajensdorf und Stampe entfiel dadurch der mühsame Schulweg nach Melsdorf.

Desmercières galt als fortschrittlich, aber den Bau des Schleswig-Holsteinischen Kanals (Eiderkanal), der bei Landwehr die Wasserscheide zwischen Nordsee und Ostsee überwandt, befürwortete er nicht, weil dieser seine ausgedehnten Ländereien zwischen Quarnbek und Warleberg durchschnitt. Er starb vermögend und hochdekoriert 1778 in Kopenhagen, wurde aber entsprechend seiner Verfügung 1779 in einem Gruftanbau der Flemhuder Kirche beigesetzt. Gruft und Marmorsarkophag wurden 2010 fachgerecht saniert.

Kanalbau

Durch den damals als technisches Wunderwerk betrachteten Schleswig-Holsteinischen Kanal, erbaut 1777 bis 1784, der auch das Nordende des Flemhuder Sees durchschnitt, bekam die alte Grenzstation zwischen den Herzogtümern Schleswig und Holstein an der Landscheide bei Landwehr ein neues Gesicht. Statt Zollhaus und Schlagbaum gab es nun eine Klappbrücke über die trennende künstliche Wasserstraße. Neben dem Brückenwärterhaus befand sich auf dem Nordufer eine der staatlichen Pferdehaltereien für das Treideln der Segelschiffe. Auch Bauern aus Strohbrück und Rajensdorf sollen verpflichtet gewesen sein, dafür Pferdegespanne bereit zu halten.

Als der Schleswig-Holsteinische Kanal den Ansprüchen von Dampfschiffen vor allem der Kriegsmarine nicht mehr genügte, entschied sich das Deutsche Reich für den Bau einer neuen Verbindung zwischen Nord- und Ostsee. 1887 bis 1895 wurde der bei der Einweihung auf den Namen  Kaiser Wilhelms I. getaufte Nord-Ostsee-Kanal gebaut. Zu der Zeit waren die Herzogtümer Schleswig und Holstein bereits eine preußische Provinz und Teil des Deutschen Reiches. Bei der Kanaldurchfahrt Kaiser Wilhelms II. am 20. Juni 1895 auf dem Weg zur  Einweihungszeremonie in Holtenau haben auch die Quarnbeker Schulkinder pflichtgemäß jubelnd am Kanalufer gestanden – obwohl der Bau dieses Kanals durch die Absenkung des Wasserspiegels des Flemhuder Sees um sieben Meter einen massiven Eingriff in die Landschaft ihrer Heimat darstellte. Statt auf die weite Seefläche schauten die Flemhuder von da an auf die künstliche, damals noch kahle Böschung des schmalen Ringkanals zwischen Achterwehr und dem sogenannten Schwarzen Loch nördlich von Flemhude.

Obwohl die Leibeigenschaft in den Herzogtümern Schleswig und Holstein bereits 1805 per Verfügung abgeschafft worden war, war man auch in Quarnbek von einem Mitspracherecht der Bauern, die ihre Höfe inzwischen in Zeitpacht bewirtschafteten und wirtschaftlich damit weiterhin vom Gut anhängig waren, oder gar der Tagelöhner noch weit entfernt. Deshalb finden sich auch kaum Hinweise auf  Proteste gegen die Absenkung und erhebliche Verkleinerung der Seefläche. Nur von Seiten der Kirche wurde das Bedauern über den Verlust der Naturschönheit mehrfach offiziell zum Ausdruck gebracht. Die dem Flemhuder See anliegenden Güter versprachen sich hingegen von dem Verschwinden des Sees erhebliche Vorteile für die Bewirtschaftung ihrer Ländereien.

Zwischen 1909 und 1914 wurde der Kaiser-Wilhelm-Kanal erweitert. In diesem Zusammenhang wurde der Ringkanal über die neu erbaute Schleuse Strohbrück mit dem Kanal verbunden. Über den dadurch entstandenen Achterwehrer Schifffahrtskanal wurden nicht nur viele Jahre landwirtschaftliche Waren transportiert, sondern es entwickelte sich auch ein reger Ausflugsverkehr nach Flemhude und Umgebung. 2001 wurde die unter Sportbootfahrern noch immer bekannte Schleuse Strohbrück leider wegen Baufälligkeit für den Schiffsverkehr geschlossen.

Bild Schleuse
Luftbild vom Flemhuder See

Das 20. Jahrhundert

Seit 1902 befindet sich das ehemalige adlige Gut Quarnbek in Besitz der Familie Milberg. 1903 ließ Oscar Alexander Milberg im hinteren Bereich des Gutshofes eine Jugendstilvilla als neues Herrenhaus erbauen und einen herrschaftlichen Park anlegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dieses Haus für viele Flüchtlinge die erste Bleibe in Quarnbek. Inzwischen gehört es nicht mehr zum Gutsbesitz.

Als Oscar Alexander Milberg das Gut kaufte, gab es in Quarnbek bereits auch erste Eigentümer von Bauernland in Stampe und Rajensdorf. Melsdorf, Mettenhof und Fegefeuer waren bereits 1899 als selbständige Landgemeinde Melsdorf aus dem Gutsbezirk Quarnbek ausgegliedert worden.  Seit 1867 war durch preußische Verordnung nicht mehr der Gutsdistrikt die Verwaltungseinheit, sondern der selbständige Gutsbezirk, in dem der Gutsbesitzer zwar nicht mehr der Herr über Gutsuntergehörige war, aber als Guts- und Amtsvorsteher weiterhin die untere Verwaltungsebene verkörperte.

Nachdem auf der politischen Ebene viele Jahre äußerst kontrovers darüber diskutiert worden war, ob nicht auch den Bewohnern in den Gutsbezirken endlich kommunale Rechte und Pflichten zuzugestehen seien, wurden mit Wirkung zum 30. September 1928 die preußischen Gutsbezirke aufgelöst. Am 2. Dezember 1928 folgte auch in Quarnbek die erste Kommunalwahl und die Selbstverwaltung wurde institutionalisiert.

2003 feierten Quarnbekerinnen und Quarnbeker ihre seit dem 1. Oktober 1928 bestehende kommunale Selbständigkeit, die sie im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden noch gar nicht lange besitzen. Hervorgehoben wurde dieses 75-jährige Jubiläum durch die Geschenke Wappen, Flagge und  Gedenkstein, auf dem das denkwürdige Datum eingemeißelt ist.

Bild Gedenkstein Gemeindejubiläum

Weiterführende Informationen zum Wappen der Gemeinde Quarnbek findet man unter dem Suchwort "Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein" im Internet.
 

Text: Gerlind Lind

9 Abbildungen aus "Flemhuder Hefte 16"
1 Abbildung C.I.Rantzau, Krengerup (DK)

Von der Landgemeinde zur Umlandgemeinde

Unter ganz anderen Rahmenbedingungen vollzieht sich seit den 1970er Jahren ein erneuter Wandel. Durch die Nähe zu Kiel ist Quarnbek als Wohngemeinde für Neubürger attraktiv geworden. Die weiter ansteigende Bevölkerungszahl führt dazu, dass in den Ortsteilen der dörfliche Charakter mehr und mehr zurücktritt. Neubauten prägen inzwischen in weiten Teilen der Gemeinde das Erscheinungsbild. Viele der alten Gebäude sind aber auch durch Zerstörung bei Stürmen und Bränden oder durch Verfall und Abriss aus dem Ortsbild verschwunden. Hinzu kommt, dass die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ganz erheblich zurückgegangen ist, so dass die Bauernstellen in Quarnbek kaum noch ins Auge fallen. Nur im Ortsteil Quarnbek mit Gut und ehemaligen Katen hat sich optisch weniger verändert und auch in Flemhude dominieren die Neubauten das relativ geschlossene Ortsbild noch kaum. Dafür erinnert hier die Nähe der Autobahn daran, dass die heutige Zeit auch in dem Kirchdorf ihre Spuren hinterlässt.

Altes Bild einer Stamper Hofstelle

Quarnbek, inzwischen eine der typischen Umlandgemeinden der Landeshauptstadt Kiel, ist heute eine der acht Gemeinden im Amt Achterwehr. Außerdem gehört Quarnbek seit 1970 zum damals neu gebildeten Kreis Rendsburg-Eckernförde. Mit 1.617 ha ist die Gemeinde flächenmäßig die drittgrößte im Amt. Derzeit hat Quarnbek 1.794 Einwohner (Stand 31.10.2020 ).

Quarnbek hat vor allem durch die Nähe zu Kiel in seiner Infrastruktur erhebliche Einbußen hinnehmen müssen, hat aber auch Vorteile durch die vergleichsweise bequeme Nutzung der Möglichkeiten der Landeshauptstadt. Die kommunalen Einrichtungen Quarnbeks wie Schule, Kindergarten und Feuerwehren überzeugen durch ihre fachliche Qualität. Außerdem engagieren sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger oft über Jahre in Vereinen und Gruppierungen mit sportlichen, kulturellen, sozialen, kirchlichen oder ökologischen Schwerpunkten in der Gemeinde. Dieses Engagement überbrückt zwischen den Ortsteilen die geschichtlich gewachsene Distanz, die auch durch die heutige Mobilität immer mehr verwischt wird. 

Text und Fotos:
Gerlind Lind

Aktionsräume und Wohnzufriedenheit in Quarnbek

"Aktionsräume und Wohnzufriedenheit von jungen Alten im suburbanen Raum Kiels" ist der Titel einer Diplomarbeit von Helge Stahl, die er uns in Auszügen zur Verfügung stellt. Herzlichen Dank dafür! 

Einige Aussagen von Helge Stahl in Kurzform: "...Insgesamt herrscht eine sehr hohe Zufriedenheit aller Befragten mit der gesamten Wohnsituation. Die jungen Alten schätzen in erster Linie die ruhige Lage im suburbanen Raum und die allgemeine Bewohnerstruktur im Wohnort. Allerdings kann sich nur die Hälfte aller Befragten vorstellen, in Quarnbek alt werden zu können, so dass dieser Punkt als objektiv begründetes Defizit gelten kann.

...Quarnbek wird aufgrund seiner ländlichen Lage, weitab von Versorgungseinrichtungen, besonders hart vom demographischen Wandel betroffen sein.

...Die Untersuchung hat bestätigt, dass die jungen Alten eine aktive Generation sind, mit einer großen Bereitschaft zur Teilhabe an räumlichen Prozessen. Es sollte daher das Ziel der räumlichen Planung sein, dieses weitreichende Potential der jungen Alten zu aktivieren. Neben der Partizipation bei raumrelevanten Prozessen und Projekten, sind es vor allem soziale und ehrenamtliche Tätigkeiten, die von dieser Generation übernommen werden können. Diese aktive Bürgerschaft stellt für die Untersuchungsgebiete eine große und kostengünstige Chance dar."

Der Bürgermeister
22. Nov. 2010